Aus der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats

Sitzung vom 21.09.2020

Aus der Öffentlichen Sitzung
des Marktgemeinderates Neuhof a.d.Zen

Öffentlicher Teil


1. Neuer gemeindlicher Bauhof

-   Machbarkeitsstudie zur Sanierung und Verwendung von Teilbereichen des neuen Bauhofgeländes im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms

Nach Erwerb des ehemaligen Firmengeländes der Firma Würflein muss über die Nutzung der Flächen und Gebäude durch den gemeindlichen Bauhof nachgedacht und ein Konzept erstellt werden. Die ehemalige Gewerbefläche am östlichen Ortseingang weist momentan ein komplett versiegeltes und sanierungsbedürftiges Erscheinungsbild auf. Der Gemeinde liegen zwei Interessensbekundungen von Gewerbebetrieben vor. Hinzu kommt die Überlegung, den Bauhof von der Zehntscheune auf das Gelände zu verlegen. Außerdem ist an eine Entsiegelung der betonierten Flächen mit der Schaffung von öffentlichen Parkplätzen gedacht.

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Der Markt Neuhof a.d.Zenn hat im Jahr 2015 Vorbereitende Untersuchungen erstellen lassen, was 2016 zur Festsetzung des Sanierungsgebietes „ Ortskern Neuhof a.d.Zenn“ führte. Das neue Bauhofgelände liegt innerhalb des Sanierungsgebietes. Im Zuge einer Machbarkeitsstudie soll geklärt werden, welche Nutzungen die Gemeinde auf dem Grundstück zukünftig unterbringen kann. Wesentliche Zielsetzung ist die schlüssige städtebauliche und funktionale Einbindung von Baukörpern, die gestalterische Aufwertung und Eingrünung des Ortseingangs und die bestmögliche Ausnutzung im Sinne eines Flächenrecyclings. Dazu ist eine Bestandsaufnahme und eine Untersuchung der Bausubstanz ebenso erforderlich, wie die Ermittlung des Bedarfs der Nutzer, die Entwicklung von Nutzungsmöglichkeiten sowie die Entwicklung eines Grünkonzepts.

Dazu liegt dem Gemeinderat ein Angebot eines Städteplaners vor. Im Rahmen der Städtebauförderung wird die Machbarkeitsstudie mit 60 % bezuschusst. Der Gemeinderat beschließt, den Städteplaner mit der Machbarkeitsstudie zum angebotenen Preis zu beauftragen. Die Verwaltung wird beauftragt, einen entsprechenden Förderantrag zu stellen.

 

2. Verwendung der Zehntscheune, der alten Post und eventuell des Evang.-Luth Gemeindehauses

-   Machbarkeitsstudie im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms

Nachdem die Zehntscheune durch den Umzug des gemeindlichen Bauhofs frei wird, muss über eine zukünftige Nutzung nachgedacht werden. Da es in dem Areal einen weiteren Leerstand gibt, das alte Postgebäude, und auch evtl. die weitere Nutzung des Gemeindehauses der Evang.-luth. Kirchengemeinde zur Diskussion steht, sollte ein Konzept erstellt werden. Auch könnte die Einbeziehung der ehemaligen Wertstoffscheune möglich sein. Bei der Bedarfsermittlung soll auch eruiert werden, ob es eine Möglichkeit (Raum) gibt, dass Jugendliche sich treffen können. Ein Städteplaner wurde um Abgabe eines Angebotes für eine Machbarkeitsstudie gebeten, die dem Gemeinderat vorliegt.

Für das unter Denkmalschutz stehende Gebäude der ehemaligen Zehntscheune (aktuell noch von Teilen des Bauhofs genutzt), das benachbarte Gemeindehaus und das ehemalige Postgebäude werden nun adäquate Nutzungen für die Zukunft gesucht. Als eine Option soll untersucht werden, ob die Unterbringung von Kindergarten- oder Krippengruppen besteht. Weitere Nutzungsmöglichkeiten sollen abgeklärt werden. Anfragen von Privatpersonen sollen ebenfalls geprüft werden. Bei allen Überlegungen muss der Denkmalcharakter berücksichtigt und mit der unteren Denkmalschutzbehörde und dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt werden. Es handelt sich bei den zu untersuchenden Gebäuden und der zugehörigen Platzfläche um zentral gelegene bauliche Anlagen, die für das Ortsbild von großer Bedeutung sind. Eine Zukunftsperspektive und die Vermeidung von (weiterem) Leerstand müssen erreicht werden.

Das Angebot beinhaltet u.a. die Herstellung von Bestandsplänen, die Abklärung der Nutzungsmöglichkeiten in Gesprächen mit der Verwaltung und dem Kirchenvorstand, privaten Interessenten und gewerblichen Investoren, die Prüfung der Umsetzbarkeit der ermittelten Nutzungsansätze; soweit möglich Darstellung der Umsetzbarkeit von Raumprogrammen oder Raumtypologien, ein Grünkonzept und die Platzgestaltung zur Einbindung der angedachten Nutzungen. Auch diese Machbarkeitsstudie wird durch die Städtebauförderung gefördert.

Der Gemeinderat beschließt, den Städteplaner mit der Machbarkeitsstudie zum angebotenen Preis zu beauftragen. Die Verwaltung wird beauftragt, einen entsprechenden Förderantrag zu stellen.

 

3. Gemeindliche Waschplätze – Sanierung oder Auflösung

Das Thema „Gemeindliche Waschplätze“ war bereits Gegenstand in der Gemeinderatssitzung am 25.03.2019, da am 26.02.2019 die Ölabscheider der öffentlichen Waschplätze des Marktes Neuhof a.d.Zenn durch einen Sachverständigen geprüft wurden.

Der Gemeinderat nimmt noch einmal Kenntnis von folgenden Untersuchungsergebnissen:

 

- Schule Neuhof: Sanierung nicht möglich, Neuanlage oder Stilllegung wird empfohlen

- Rosenau: Sanierung nicht möglich, Neuanlage oder Stilllegung wird empfohlen

- Hirschneuses: Sanierung und Nachrüstung einer Überwachungs- und Warnanlage möglich

- Neukatterbach: Sanierung nicht möglich, Neuanlage oder Stilllegung wird empfohlen

- Adelsdorf: Sanierung nicht möglich, Neuanlage oder Stilllegung wird empfohlen.

 

Die Kosten belaufen sich für die Stilllegung auf ca. 2.900,00 Euro und für die Neuanlagen auf ca. 8.700,00 bis 12.400,00 Euro, wobei die Erdarbeiten nicht mit eingerechnet wurden. Diese müssten durch die Bauhof-Mitarbeiter erledigt werden. Die Kosten für die Entleerung und Reinigung sind bei den o.g. Kosten ebenfalls nicht berücksichtigt. Für 1 cbm Entleerung und Reinigung fallen noch mal 170,00 Euro zuzgl. Mehrwertsteuer an. Da es sich bei den Preisen um Angaben aus dem Vorjahr handelt, ist aktuell sicher mit höheren Kosten zu rechnen.

Eine Entscheidung, wie verfahren werden soll, ob Stilllegung oder Neuanlage oder Verringerung der Waschplätze, soll in der kommenden Sitzung getroffen werden. Bis dahin sollen die örtlichen Gemeinderäte in den betroffenen Außenorten eruieren, wie die Waschplätze frequentiert werden und ob in der Bürgerschaft eine Stilllegung oder Neuanlage gewünscht wird.

 

4. Ortsteil Adelsdorf

Besonders dringlich sind aus der Sicht des Marktes Neuhof a.d.Zenn Maßnahmen im Ortsteil Adelsdorf. Hier soll der Bereich des Bahnhaltepunktes verkehrssicher umgestaltet werden. In der Ortsmitte laufen Überlegungen für die Gestaltung eines Dorfplatzes sowie die Erneuerung des Spielplatzes.

 

- Bahnhof Adelsdorf

Am 21.07.2020 fand eine Verkehrsschau im Bereich des Bahnhofes Adelsdorf statt, um hier Möglichkeiten eines Geh- und Radweges, mögliche Querungsstellen und etwaige Umbaumaßnahmen zu besprechen. An diesem Termin nahmen neben der 1. Bürgermeisterin Claudia Wust, Vertreter des Straßenbauamtes Ansbach, des Landratsamtes, der Polizeiinspektion Neustadt a.d.Aisch, des Marktes Neuhof a.d.Zenn und der örtliche Gemeinderat teil. Die Staatsstraße St 2413 ist in diesem Bereich aus beiden Richtungen auf 70 km/h beschränkt. Die Zufahrt in den Bahnhofsbereich ist aus beiden Richtungen möglich. Aufgrund des spitzwinkeligen Anschlusses an die St 2413 und der damit äußerst eingeschränkten Sichtweite in Richtung Wilhermsdorf ist die Ausfahrt nur über den östlichen Anschluss erlaubt. Die bestehenden Haltestellen werden von den öffentlichen Linien 129, 131 und 193 angefahren.

Die bestmögliche Querungsstelle für Fußgänger und Radfahrer befindet sich auf Höhe des bisherigen Geh- und Radwegbeginns. Aufgrund des kurvenreichen Streckenverlaufes wäre hier gegebenenfalls eine Bedarfsampel einer Querungshilfe vorzuziehen. Der westliche Anschluss des Bahnhofes könnte für eine Bushaltebucht und damit als Haltestelle geeignet sein. Das Straßenbauamt wird das prüfen. Alternativ soll mit den Busunternehmen nochmals abgeklärt werden, ob aus Richtung Wilhermsdorf in dieser Zufahrt zum Bahnhof ein Halt sinnvoller und möglich wäre.

Der bestehende Geh- und Radweg könnte über das gemeindeeigene Grundstück, Fl.Nr. 1292, bis zum Bahnhof geführt werden. Das Straßenbauamt wird diesbezüglich einen Planentwurf erstellen. Von einem Adelsdorfer Bürger wurde in der letzten Gemeinderatssitzung der Wunsch geäußert, den bisherigen Radweg vom Bahnhof nach Eschenbach zu erweitern. Hierzu hat er drei Vorschläge gemacht, die an das Straßenbauamt zur Prüfung der Machbarkeit weitergeleitet wurden.

- Gestaltung eines Dorfplatzes

Am 06.08.2020 fand eine Besprechung mit zwei Vertretern des Amtes für Ländliche Entwicklung Ansbach und einem örtlichen Architekten zunächst im Rathaus Neuhof a.d.Zenn und anschließend ein Ortstermin in Adelsdorf statt. Im Bereich der Parkplätze in der Ortsmitte soll mit Beteiligung der Adelsdorfer Bürgerschaft ein Dorfplatz als Begegnungsstätte gestaltet werden. Hierzu wird es eine Veranstaltung geben. Diese Maßnahme könnte im Rahmen eines Vereinfachten Dorferneuerungsverfahrens vom Amt für Ländliche Entwicklung gefördert werden. Allerdings bestehen für solche Vorhaben Wartezeiten, sodass mit einer Realisierung erst im Jahr 2023 gerechnet werden kann.

Der Gemeinderat beschließt dennoch schon jetzt einen Antrag auf Eröffnung eines Vereinfachten Dorferneuerungsverfahrens beim Amt für Ländliche Entwicklung zu stellen, um in den Genuss von Fördermitteln zu kommen.

 

- Regionalbudget 2021 – Anschaffungen für den Spielplatz

Im August 2020 fand mit Eltern aus Adelsdorf ein Ortstermin am Spielplatz statt, um über eine Neugestaltung zu beraten. Die Anschaffung von neuen Spielgeräten soll im Rahmen des Regionalbudget 2021 angemeldet werden. Der Gemeinderat ist mit dieser Vorgehensweise einverstanden.

 

5. Bewerbung um den Sitz der Integrierten Leitstelle Ansbach (ILS)

-   Grundstück für ILS-Neubau

Der Gemeinderat nimmt Kenntnis vom Schreiben des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Ansbach vom 18.08.2020. Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes hat am 24.06.2020 beschlossen, einen Ersatzneubau für die Integrierte Leitstelle zu errichten. Die Notwendigkeit wird damit begründet, dass es einen erhöhten Raumbedarf gibt und eine Erweiterung am derzeitigen Standort in Ansbach nicht möglich ist.

In einer Machbarkeitsstudie wurde die Notwendigkeit eines Ersatzneubaus bestätigt. Die Studie geht von einem dreigeschossigen Gebäude aus und einem Grundstücksflächenbedarf von mindestens 4.000 m². Die Verbandsversammlung hat aufgrund dessen beschlossen, zur Standortfindung alle Kommunen im Rettungsdienstbereich Ansbach bezüglich Grundstücksoptionen anzufragen und bis zum 30.09.2020 ein Angebot unter Angabe von Gemarkung, Flurstücks-Nr. sowie der Kosten zu unterbreiten.

Der Markt Neuhof a.d.Zenn ist Eigentümer des im Gewerbegebiet Am Silberbuck liegenden Grundstücks Fl.Nr. 1271/11, Gemarkung Neuhof a.d.Zenn, mit einer Größe von 5.951 m².

Der Gemeinderat beschließt, sich mit diesem Grundstück zu bewerben. Der Grundstückspreis beträgt 25,00 Euro pro Quadratmeter zuzüglich Herstellungsbeiträge für die Wasserversorgung (1,12 Euro pro m² für die Grundstücksfläche und 3,38 Euro pro m² für die Geschossfläche zuzgl. Mehrwertsteuer) und Abwasserentsorgung (7,30 Euro pro m² für die Grundstücksfläche und 13,48 Euro pro m² für die Geschossfläche).

 

6. Bauangelegenheiten

-   Antrag auf Errichtung einer PV-Dachanlage auf dem Scheunendach, Fl.Nr. 76/8, Gemarkung Neuhof a.d.Zenn

Die Eigentümer des Grundstücks Fl.Nr. 76/8, Gemarkung Neuhof a.d.Zenn, planen die Errichtung einer PV-Dachanlage auf die bestehenden Dächer des Scheunen-Gebäudes. Das Anwesen befindet sich im Ensembleschutz-Bereich. Hierfür ist eine denkmalschutzrechtliche Erlaubnis nach Art. 6 Abs. 1 DSchG erforderlich.

Nach eingehender Diskussion beschließt der Gemeinderat namentlich, künftig alle Anträge zur Errichtung von PV-Anlagen im Ensemblebereich mit einer positiven Stellungnahme der Gemeinde an die Untere Denkmalschutzbehörde des Landratsamtes weiterzuleiten.

 

- Werkstatt Neuselingsbach, Fl.Nr. 128, Gemarkung Neuziegenrück

Der Eigentümer des Anwesens Fl.Nr. 128, Gemarkung Neuziegenrück, Neuselingsbach 6 plant die Errichtung einer Werkstatt mit Material- und Werkzeuglager. Auf Vorschlag des vorberatenden Bauausschusses erteilt der Gemeinderat seine Zustimmung nach dem Baugesetzbuch.

 

7. Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten 2020

-   Bereich Rosenau – Interessenbekundung auf Förderung

Bürgermeisterin Claudia Wust informiert den Gemeinderat über ein vom Bund beschlossenes Investitionspaket zur Förderung von Sportstätten. Sportstätten sind nicht nur Orte zur sportlichen Bewegung, sondern auch Orte zum sozialen Miteinander für alle Bevölkerungsgruppen. Ziel der Förderung sind daher die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse, die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der sozialen Integration aller Bevölkerungsgruppen und die Förderung der Gesundheit der Bevölkerung in den Städten und Gemeinden. Mit dem Investitionspaket sollen die Städte und Gemeinden bei einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Entwicklung unterstützt werden, wobei die Belange des Umwelt- und Klimaschutzes sowie der Barrierefreiheit besonders zu berücksichtigen sind. Die Förderung erfolgt auf der Grundlage der Städtebauförderungsrichtlinien in Höhe von 90 % der förderfähigen Ausgaben.

Die 1. Bürgermeisterin führt aus, das im Bereich Rosenau folgende Sportanlagen vorhanden sind: ein öffentlicher Bolzplatz, ein Weiher für den Angelsport und im Winter für den Eissport, den Skihang mit Liftanlage für den Wintersport sowie den Holzspielplatz. Im Rahmen einer Förderung durch den Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten 2020 könnte im Bereich der Rosenau ein „Sportliches grünes Band Neuhof a.d.Zenn“ geschaffen werden. Anhand einer Skizze stellt Bürgermeisterin vor, welche Module angedacht sind:

 

- Modul 1 Spielplatz (vorhanden)

Der Kinderspielplatz bietet freies, kreatives Spielen im Alter von 0-12 Jahren.

 

- Modul 2 Jedermann – Ruhe (vorhanden)

Angelsport am Weiher, im Winter Möglichkeit zum Schlittschuhlaufen und Eishockey

 

- Modul 3 Jedermann – Bewegung

- Öffentlicher Bolzplatz (vorhanden)

Erneuerung der Fangnetze, Umstellung der Flutlichtanlage auf LED

 

- Bewegungsparcours mit ausgewählten Geräten für jedes Alter

- Boule-Bahn

mit Schaffung einer Sitzgelegenheit

 

- Modul 4 Pumptrack

Bewegungsplatz insbesondere für Jugendliche mit Fahrrad, Inliner, Skateboard, aber auch für die Jüngsten mit Bobby Car und Co

Gestaltung der Zuwegung barrierefrei

 

- Modul 5 Kneippanlage am Leitenbach

Schaffung einer Sitzgelegenheit, evtl. eines Barfussweges

 

- Modul 6 Öffentlicher Treff (vorhandenes Gebäude)

energetische Sanierung, öffentlicher Zugang, Einbau eines öffentlichen WCs mit Behinderten-WC, Wickeltisch und Trinkwasserbrunnen, Unterstellmöglichkeit mit Sitzgelegenheit bei schlechtem Wetter, Treff auch für Jugendliche.

Schaffung von Sitzgelegenheiten mit evtl. Grillplatz.

Die Auswahl der Fördermaßnahmen erfolgt in zwei Schritten. Im ersten Schritt teilt die Gemeinde der Regierung von Mittelfranken ihren Förderbedarf in Form einer Projektbeschreibung bis zum 02.10.2020 mit. Die eingereichten Maßnahmen werden dann von der Regierung geprüft und ausgewählt. In einem zweiten Schritt sind dann nach Aufforderung durch die Regierung für die ausgewählten Maßnahmen umgehend Förderanträge zu stellen. Anlässlich eines Besprechungstermins bei der Regierung (Sachgebiet Städtebauförderung) hat die 1. Bürgermeisterin das Projekt bereits vorgestellt.

Der Gemeinderat beschließt, das Projekt „Sportliches grünes Band Neuhof a.d.Zenn“ fristgerecht bis zum 02.10.2020 bei der Regierung von Mittelfranken anzumelden, um am Auswahlverfahren teilzunehmen.

 

8. Bericht der 1. Bürgermeisterin

-   Verkehrsauszählung Neuziegenrück und Neukatterbach

In Neuziegenrück und Neukatterbach wurden Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Der Gemeinderat nimmt Kenntnis von den Auswertungen:

 

Im Zeitraum vom 10.03. bis 27.07.2020 wurden in Neukatterbach folgende Messwerte ermittelt:

 

- Durchschnittsgeschwindigkeit 48 km/h (85 % der Fahrzeuge fuhren max. 62 km/h)

- Maximalgeschwindigkeit   94 km/h

- Anzahl der gemessenen Fahrzeuge    18.091

 

Im Zeitraum vom 28. bis 30.07.2020 wurden in Neuziegenrück folgende Messwerte ermittelt:

 

- Durchschnittsgeschwindigkeit 41,1 km/h (85 % der Fahrzeuge fuhren max. 49 km/h)

- Maximalgeschwindigkeit  83 km/h

- Anzahl der gemessenen Fahrzeuge    5.851

 

Im Zeitraum vom 28. bis 30.07.2020 wurden in Neuziegenrück folgende Messwerte ermittelt:

 

- Durchschnittsgeschwindigkeit 42,1 km/h (85 % der Fahrzeuge fuhren max. 49 km/h)

- Maximalgeschwindigkeit  134 km/h

- Anzahl der gemessenen Fahrzeuge   39.467

 

Grund für den Anstieg des Verkehrsaufkommens in Neuziegenrück waren die Straßen-Baustellen in Eschenbach und Buch und die damit verbundenen Umleitungen. Die Polizeiinspektion Neustadt a.d.Aisch rät, innerorts Autos an der Durchgangsstraße zu parken, um die Geschwindigkeit zu reduzieren. Das sei erlaubt.

 

Kirchweihen und Märkte 2021

Der Gemeinderat nimmt Kenntnis von den Terminen der Kirchweihen und Märkte im Jahr 2021:

 

09.05.2021        Marktplatzfest

16.05.2021        Kirchweih in Adelsdorf

27.06.2021        Frühjahrskirchweih in Hirschneuses

04.07.2021        Dorffest in Neukatterbach

09.07.2021 bis 12.07.2021         Kirchweih in Neuhof a.d.Zenn

26.09.2021        Kirchweih in Oberfeldbrecht

10.10.2021        Kirchweih in Unterfeldbrecht

24.10.2021        Herbstkirchweih in Hirschneuses

 

Gemeindeschlüsselzuweisung 2. Halbjahr 2020

Die 1. Bürgermeisterin berichtet, dass die 2.Hälfte der 3. Rate der Gemeindeschlüsselzuweisung des Jahres 2020 in Höhe von 86.029,50 Euro am 15.09.ausbezahlt wurde. Verrechnet wurde dieser Betrag mit dem Beitrag zum Entschädigungsfonds nach dem Denkmalschutzgesetz in Höhe von 1.586,00 Euro.

 

Neuhöfer Tasche

Bürgermeisterin Claudia Wust stellt dem Gemeinderat die „Neuhöfer Tasche“ vor. Die Mitarbeiterin der Verwaltung , Frau Fischer, hat sich um dieses Projekt gekümmert und eine Stofftasche mit regionalen Produkten befüllt. Inhalt dieser Tasche, die zu Geburtstagen und besonderen Anlässen verschenkt werden soll, ist ein Glas Honig, 1 Wurstdose, 1 Beutel Kochbananen-Chips, 1 Flasche „Einheimischer“ und 1 kleine Flasche „Secco“. Diese Tasche kann auch als „Mitbringsel“ von Bürgern und Gästen der örtlichen Beherbungsbetriebe zum Betrag von 18,00 Euro im Rathaus erworben werden.

 

Materialannahme für die Rekultivierung der Deponie Am Schellenberg

Die 1. Bürgermeisterin gibt bekannt, dass ab sofort auf der Deponie „Am Schellenberg“ Bodenaushub für die Rekultivierung angenommen werden darf. Der Aushub muss jedoch vorab untersucht werden, damit der für die Deponie frei gegeben werden kann.

 

Bayerisches Mobilfunk-Förderprogramm – Markterkundung

Bürgermeisterin Claudia Wust berichtet, dass aufgrund der Mobilfunk-Initiative des Landkreises und der damit verbundenen neuen Messungen der Markt Neuhof a.d.Zenn nun doch Anspruch auf Förderung nach dem Bayerischen Mobilfunk-Förderprogramm hat. Es gibt im Gemeindegebiet noch un- bzw. unterversorgte Flächen, für die eine Förderung möglich ist. Der Gemeinderat nimmt Kenntnis von einer Karte mit diesen Flächen. Die „lila Kacheln“ liegen im Bereich Ober-und Unterfeldbrecht, Hirschneuses, Neukatterbach, Vockenroth und Adelsdorf.

Der Markt Neuhof a.d.Zenn hat mit Schreiben von 13.08.2020 eine Interessensbekundung an das Mobilfunkzentrum abgegeben. Dieses hat nun das Markterkundungsverfahren eingeleitet und die Mobilfunkbetreiber nach eigenwirtschaftlichen Ausbauplänen innerhalb der nächsten 3 Jahre gefragt. Die Rückmeldung erfolgt voraussichtlich bis zum 24.11.2020.

Die Telxius als Deutsche Tochter des spanischen Mobilfunkbetreibers Telefonica zahlt für einen Standort am Waldfriedhof monatlich 220,20 Euro Miete, ohne je einen Funkmast dort errichtet zu haben.

 

9. Sonstiges

-   KfW-Zinssatz

Zur Finanzierung der Sanierung des Neuhöfer Freibades wurde im Jahr 2000 ein Darlehen im Rahmen des KfW-Strukturprogramms in Höhe von 117.597,13 Euro aufgenommen. Der Zinssatz war bis zum 15.08.2020 mit 2,76 % festgeschrieben. Für die Restlaufzeit von 6 ½ Jahren bietet die KfW einen Zinssatz in Höhe von 0,01 % p.a. an. Der Gemeinderat nimmt das zur Kenntnis.

 

-   Film über Neuhof durch das Regionalmanagement des Landkreises im Zusammenhang mit den Innenentwicklungstagen

Das Regionalmanagement des Landkreises hat im Zusammenhang mit den Innenentwicklungstagen von einem Team des Frankenfernsehens in verschiedenen Gemeinden Kurzfilme drehen lassen, u.a. auch in Neuhof a.d.Zenn und in den Ortsteilen. Dieser Film wurde im Aisch-TV zwei Wochen lang ausgestrahlt. Nun ist er über einen Link auf der gemeindlichen Homepage aufzurufen.

 

Aktion „Probierbaum“

Auf Anregung der Gemeinderätin Angelika Bauch wurde die Aktion „Probierbaum“ ins Leben gerufen. Immer häufiger werden Streuobstbäume nicht abgeerntet und das Obst verfault auf oder unter den Bäumen. Die Gründe, warum das Obst nicht geerntet wird, sind sehr verschieden. Häufig benötigen die Bewirtschafter keine solch großen Mengen an Obst oder können aus Altersgründen das Obst nicht mehr ernten. Durch die Kennzeichnung mit dieser Markierung geben die Eigentümer den Baum zur Abernte für Jede und Jeden frei. Auch die Marktgemeinde beteiligt sich mit ihren Streuobstbäumen. Abzuholen sind die „Markierungen“ ab September im Rathaus, Ordnungsamt, zu den üblichen Öffnungszeiten. Die 1. Bürgermeisterin Wust dankt der Gemeinderätin für ihre gute Idee.

 

Krippenweg

In der Zeit vom 1. Dezember bis zum 6. Januar sollen an 30 Stationen in Fenstern, Winkeln und Nischen zahlreiche Krippen besichtigt werden können. Hierfür werden Geschäfts- und Privatleute gesucht, die Ihre Fenster und Krippen zur Verfügung stellen und diese festlich schmücken. Dazu soll ein Aufruf im Amtsblatt erscheinen. Ein Flyer und eine Markierung sollen den Weg zu den Krippenstandorten weisen. Gemeinderätin Erika Scheuenstuhl bietet bei Bedarf ihre Mithilfe beim Dekorieren und Schmücken der Krippen an.

 

Aktion „Kunst im Waldfriedhof“

In Ausführung des Beschlusses vom 20.07.2020 wurden die örtlichen Holzkünstler mit der Bearbeitung der Baumstümpfe im Friedwald beauftragt. Zwei Holzschnitzer waren bereits tätig. Es werden Fotos von den fertiggestellten Kunstwerken gezeigt. Der dritte Künstler wird bei Bedarf mit seiner gestalterischen Arbeit beginnen. Die Kunstwerke im Friedwald finden viel Anklang bei den Angehörigen. Manche sind sogar bereit, sich an den Kosten zu beteiligen.

Bürgermeisterin Wust informiert den Gemeinderat über den Kauf von 30 Stühlen von der Fa. Stechert. Ein Geräteschuppen an der Aussegnungshalle muss noch realisiert werden.

 

Grüngut-Container

Wegen der Problematik Grüngut-Container Rosenau hat es einen Ortstermin mit dem Landratsamt gegeben. Ergebnis ist, dass der Standort bleiben wird. Es wird keine einfache Lösung geben, aber das Landratsamt wird einen Vorschlag unterbreiten.

Aus aktuellem Anlass (Brand am Sonntag) soll im Amtsblatt noch einmal eindringlich darauf hingewiesen werden, dass keine glühende Asche in den Grüngut-Container geworfen werden darf.

 

Jugend-Gruppe des Roten Kreuzes

Bürgermeisterin Wust berichtet, dass es in Neuhof a.d.Zenn ab Herbst 2020 eine Jugendgruppe des Roten Kreuzes geben wird. Die Treffen werden voraussichtlich samstags von 16.00 bis 17.00 Uhr stattfinden.

 

Für Neuhof: Aktiv sein - Ins Glas rein!

Die 1. Bürgermeisterin stellt dem Gemeinderat das Projekt „Für Neuhof: Aktiv sein - Ins Glas rein!“ vor. Überall im Gemeindegebiet an Plätzen zum Verweilen stehen seit einiger Zeit Gläser zum Entsorgen von Zigaretten-Kippen. Diese Gläser werden von Frau Angelika Bauch und Herr Heinz Thürauf regelmäßig geleert und der Inhalt entsorgt. Damit soll, auch zum Schutz von Kindern und Tieren, verhindert werden, dass die zahlreichen giftigen Inhaltsstoffe der Zigaretten und die schwer abbaubaren Filter unsere Umwelt belasten.

Ein herzliches Dankeschön ergeht an Frau Bauch und Herrn Thürauf für ihr vorbildliches Engagement.

 

Neue Glückwunschkarten des Marktes Neuhof a.d.Zenn

Der Gemeinderat nimmt Kenntnis von den neu gestalteten Glückwunschkarten, die aus Anlass einer Geburt oder eines Trauerfalles verschickt werden. Als Motiv dienten eine alte Fotografie eines Neuhöfer Bürgers und ein aktuelles Foto.

 

Markt Neuhof a.d.Zenn

 
Marktplatz 10
90616 Neuhof a.d.Zenn
Tel.: +49 9107 924429-0
Fax: +49 9107 924429-99